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DEÜV-Meldungen: Wie lange dauert die Übermittlung wirklich?                09.04.2026  

Die Frage aus der Praxis

Immer wieder melden sich Arbeitgeber mit derselben Unsicherheit: "Wir haben eine Meldung abgeschickt – warum ist sie bei der Krankenkasse noch nicht sichtbar?" oder "Wie lange dauert so eine DEÜV-Meldung überhaupt?"

Im Regelfall gilt: Läuft technisch alles rund, erreichen DEÜV-Meldungen die gesetzlichen Krankenkassen innerhalb von etwa 24 Stunden. Trotzdem fühlt sich der Weg manchmal länger an, weil zwischen Versand aus dem Entgeltabrechnungsprogramm und Ankunft beim Sozialversicherungsträger mehrere Stationen liegen.

Warum die Übermittlung nicht in Sekunden erledigt ist

Auch wenn der Versand per Mausklick ausgelöst wird, handelt es sich nicht um eine direkte Verbindung zwischen Ihrem Rechner und der Krankenkasse. Die Meldungen werden verschlüsselt übertragen, technisch geprüft, zwischengespeichert und an verschiedene Systeme weitergereicht. Jede dieser Stufen braucht etwas Zeit – und bei hohem Datenaufkommen oder technischen Störungen kann es zusätzlich zu Verzögerungen kommen.

Dass die Übertragung also eher im Bereich Stunden als Sekunden liegt, ist systembedingt und kein Hinweis darauf, dass Ihre Meldung grundsätzlich fehlerhaft ist.

DEÜV_Übermittlungsdauer.jpg

Bild erstellt mit Perplexity AI

Der Weg einer DEÜV-Meldung – Schritt für Schritt

  • Die Meldung wird im Entgeltabrechnungsprogramm erstellt und für den elektronischen Versand verschlüsselt.

  • Anschließend wird sie an die Clearingstelle bzw. das SV-Meldeportal der ITSG übermittelt, das als zentrale Ausfüll- und Übergabeplattform fungiert.

  • Von dort gelangt die Meldung zum GKV-Kommunikationsserver, der als neutrale Datendrehscheibe zwischen Arbeitgebern und Sozialversicherungsträgern dient.

  • Der GKV-Kommunikationsserver leitet die Daten an die zuständige Datenannahme- und -verteilstelle weiter.

  • Erst danach wird die Meldung an den jeweiligen Sozialversicherungsträger (z. B. die gesetzliche Krankenkasse) verteilt und im Fachverfahren verarbeitet.

Sind alle Systeme verfügbar und gibt es keine Störungen, ist dieser gesamte Ablauf in der Regel innerhalb von etwa einem Tag abgeschlossen.

Wenn es doch einmal länger dauert

Trotz ausfallsicher konzipierter Systeme können im Einzelfall technische Probleme auftreten – etwa Wartungsfenster, Lastspitzen oder Rückläufer wegen formaler Fehler. Dann kann sich die Ankunft verzögern oder in seltenen Fällen dazu führen, dass eine Meldung beim Sozialversicherungsträger zunächst nicht ankommt bzw. nicht verarbeitet werden kann.

Die gute Nachricht: Der überwiegende Teil der Meldungen läuft störungsfrei durch und erreicht die Krankenkassen wie vorgesehen innerhalb von etwa 24 Stunden.

Dieser Newsletter-Text gibt Ihnen eine praxisnahe Orientierung, ersetzt aber keine individuelle Rechts- oder Verfahrensberatung.                                   

                                                                                                                                                                   Stand: 19.03.2026

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